Ausgangssperre

Wir befinden uns am Ende der zweiten Woche der Ausgangssperre bei 27 Grad und dafür halten wir uns noch ganz gut, würde ich sagen.

Zu dritt immer nur in der Wohnung zu sein und nur 2x in den zwei Wochen fzum Einkaufen kurz rausgehen zu können im engsten Umfeld – mit Maske und laaaaangen Schlangen, das hat so seine Herausforderungen.

Und da kann die Stimmung auch mal kippen, das kennen sicherlich alle gerade. Ich versuche mein Bestes zu geben. Von zunächst der Idee von klaren Regeln und Routinen bis zu Laissez-Faire probieren wir alles aus, lesen uns durchs Netz, fragen Freunde, wie’s andere machen und gucken dann, was für uns passt. Und ich stelle fest – welch Überraschung – dass Regeln für Südamerikaner schon mal gar nicht passen.

Heute war es mal wieder ein guter Tag, wir haben uns ganz gut eingeruckelt inzwischen. Und damit die Stimmung und die Vibes hier positiv bleiben, versuche ich diverse Programmpunkte aufzufahren wie Keksebacken, Apfelpfannkuchen machen, Handballtraining im Garten (bis die Nachbarin uns dezent daran erinnerte vorgestern, dass nicht nur Pool und Gym sondern auch alle anderen öffentlichen Flächen in unserem Gebäude aktuell gesperrt seien – jahaaaaaa), Uno und Monopoly spielen – inzwischen sogar gegen etwas Geld. Wir pflanzen sogar Avocadobäumchen an.

Die Ausgangssperre war ca. zwei Tage vorher mit hoher Wahrscheinlichkeit abzusehen, so dass wir uns in die Supermarkt-Schlacht warfen, Martín den Kampf gegen einen pöbelnden Herren um den letzten Einkaufswagen gewann und wir uns in das durch Sicherheitsleute eingehaltene Ein-Kassenschlangen-System einfädelten mit unseren zwei Einkaufswagen. Total verrückt – aber wir hatten für mindestens drei Wochen genug zu Essen. Kühlschrank, Tiefkühlschrank und Vorratsschrank waren voll und der Essensplan stand. Doch mit so einem 14jährigen in der Wachstumsphase hält so ein Plan ja am Ende auch nicht so lange, wie geplant…. aber verhungern werden wir nicht und wir können ja einkaufen, auch wenn es nicht mehr so viel Auswahl gibt langsam und die Qualität von Obst und Gemüse im gleichen Tempo runter wie der Preis rauf geht.

Inzwischen haben wir also die zweite Woche Ausgangssperre fast rum und ich kann nur jedem in Deutschland sagen, genießt es, durch einsame Wiesen und Felder oder leere Parks zu radeln oder zu spazieren für einen Moment am Tag – nicht mehr rauszugehen ist wirklich doof. Aber es ist alles richtig so. Und es geht deutlich schlimmer alles. Aber ich vermisse die Natur so und das Sich-Draußen-Bewegen. Solange versuche ich mich mit Mediation und Yoga auf der Positive Vibes Seite zu halten.

Bleibt alle gesund!

 

 

 

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