Happy Mami

Meine Mutter hat Geburtstag, was wir zum Anlass nehmen, zusammen ein langes Wochenende nach Valencia zu fliegen. Bevor Fragen aufkommen, nein, ich habe keinen Urlaub genommen,

sondern den Donnerstag mit einem sonst freien Freitag arbeitstechnisch getauscht. So, das wäre also geklärt.

Über Zürich geht es los, noch schnell komplett überteuerte Basler Leckerli am Flughafen erstanden und dann fast verquatscht und das Boarding verpasst….wir steigen fast als Letzte ein und unsere WirFliegenNurMitHandgepäckStrategie (nur Handgepäck! Ich!!!) bringt uns an die Grenzen und wir hoffen, dass wir mit 3 statt 2 Gepäckstücken nicht gleich auf dem Hinflug auffliegen. Es ist kein Platz für unsere Koffer um die Reihe 36 herum, aber dann findet die nette schwiitzerdütsche Stewardess doch noch Kapazität unter Platz 20C. Na bitte. Wir landen bei 16 Grad und ich bin schlagartig froh, dass ich mich gegen die kurze Hose und für die dicke Jacke entschieden hab. Wir gehen zum Taxistand und ich denk mir: beim letzten Valencia Tripp mit meinen Mädels haben wir vom Flughafen in die Stadt 40€ bezahlt und zurück 15€: Das passiert mir nicht nochmal! Ich diskutiere also mit dem Fahrer bevor es losgeht und er sagt, 30€ sei immer das Minimum in die Stadt, aber wir könnten ja auch n anderes Auto nehmen, wenn wir nicht mit ihm fahren wollten. Seine Glaubwürdigkeit steigt, als er die Koffer wieder aus dem Kofferraum nehmen will. Ab zum Hotel, 30€ bezahlt. Und später stellt sich natürlich heraus, dass er mir BullShit erzählt hat. Im MichÜberDenTischZiehenLassen hab ich wohl n Lauf gerade. Hrmpf!

Wir haben ein schönes Hotel, mittendrin und erkunden zu Fuß die Altstadt. Schööööön ist es hier! Mein Spanien! Die Sonne scheint, wir besichtigen kurz die Kathedrale, schlendern durch die Markthalle und von einem Platz zum anderen, die Sonne scheint und es ist eine wundervolle, diese „typisch spanische“ Stimmung. Ich liebe es und bin im Glück!

Irgendwann wird es echt frisch und wir entscheiden uns für ein paar Tapas und einen Tinto de Verano am Plaza de la Virgen. Wieder aufgetaut, ist es draußen dunkel, eine traumhaft schöne Stimmung, aber wärmer ist es nicht geworden und der Tinto hält auch nicht lange vor. Also kehren wir auf dem NachHauseWeg nochmal in einer Bar ein, wärmen uns am Feuer und genießen einen Aperol Sprizz. Laufen an den vielen alten und so gut erhaltenen Gebäuden, Festungen, Toren, Kirchen und Museen entlang und über all die so schön erleuchteten Plätze mit und ohne Springbrunnen.

Weiter ging es in Richtung Hotel und so langsam überkam uns der Hunger. 21.30h, ideale AbendbrotZeit in Spanien. Es gibt Pulpo und Sepia und endlich probieren wir Agua de Valencia – einen Cocktail aus Orangensaft, Ingwer, Vodka und Prosecco. Wahnsinnig lecker und nicht so sprittig, wie er sich anhört.

Nachdem wir danach nassgeregnet im Hotel ankamen, waren wir wirklich bettreif.

Der nächste Tag begrüßte uns mit Sonne und T-Shirt Wetter! Und einem Frühstück mit klassischem TomatenToast mit Schinken und ManchegoKäse, Café con Leche und frisch gepresstem OSaft zu Preisen, in denen in Eppendorf nicht mal jemand die Orange durchschneidet. Toll! Wir genießen die Sonne, das FerienGefühl und hängen da einfach so entspannt ab, lauschen den Strassenmusikanten und SIND einfach.

Im Schatten ist es deutlich kühler, es ist ein ewiges An- und Ausgeziehe. Wir machen die TouriNummer und nehmen den HopOnHopOffBus Richtung Parque de Sciencias – dem WissenschaftsPark mit seiner beeindruckenden Architektur von Calatrava. Es gibt neben frischer Horchata (Mandelmilch) für mich interessante Einblicke von meiner Mutter in Architektur, Statik und Bauweisen und ich denke kurz darüber nach, die Reise als Bildungsreise einzureichen. So oder so kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus, das ist schon ganz großes Kino, was die da gebaut haben!

Wir hoppen wieder on und der Bus bringt uns weiter zum Strand, wo wir einen kurzen Abstecher in den BeachClub machen. Natürlich nicht, ohne den Aqua de Valencia hier zu testen 🙂

Leider finden wir auf dem Rückweg die Bushaltestelle nicht, so dass aus einem weiteren OnHoppen nichts wird und wir den Bus verpassen. Gewonnen haben wir dadurch einen traumhaften Sonnenuntergang am Hafen, die Entdeckung der GroßmarktHallen, wo mein Urgroßvater bereits geschäftlich war (er handelte mit Südfrüchten) und wir lernten den TaxiFahrer Claudio kennen, der aus Buenos Aires kam. Es gibt keine Zufälle im Leben! Er gab uns seine Nummer, falls was wär – und wir riefen ihn zwei Stunden später an, als Mami feststellte, dass sie ihr Handy verloren hatte. Es war im Taxi, er kam vorbei, alles gut. Soll immer alles so sein.

Dann war Mamis Geburtstag! Nachdem Kaffee im Bett getrunken, Kerzen ausgepustet und Geschenke ausgepackt waren, ging unsere Bustour los in die Richtung, die wir noch nicht kannten. Es war echt kalt, regnerisch und meine Mutter erkältungstechnisch angeschlagen, was gesamthaft dazu führte, dass wir HopOff heute wegließen.

Nachmittags gab es im CAPPUCCINO am Plaza de la Reina ausgiebigen und leckersten Geburtstagskuchen (mallorquinischen Mandelkuchen Gató mit Mandeleis – jeder der ihn kennt, weiß wovon ich schwärme).

Im Hotel erwartete uns eine ÜberraschungsFlasche Cava zur Feier des Tages – und Prosecco war ja schließlich schon immer gut gegen Erkältung…!

Cava

Abends gab es lecker Fisch in einem Baskischen Restaurant. Sehr nett, sehr lecker, wenn aber auch leider ohne Gemüse. „Im Baskenland ist im Herbst keine Gemüsesaison“ – ahhhh ja! Ich könnte meine Mutter überzeugen, dass Tintenfisch in seiner eigenen Tinte zwar nicht lecker aussieht, aber lecker schmeckt und auch wenn wir nicht lange durchhielten, war es ein wirklich schönes GeburtstagsDinner.

Sonntag startete mit einem späten und ausgedehnten Frühstück im Hotel, einem letzten StadtBummel bei plötzlich normalen November-Temperaturen von 24 Grad und endete mit einer Valencianischen Paella, die einfach mal so gar nicht lecker war leider.

Paella

Das macht aber nichts, denn es war rundherum ein wirklich wunderschönes MutterTochterWochenende. Happy 73 liebe Mami!

4 Gedanken zu “Happy Mami

  1. Auch wenn wir uns jetzt schon im Februar befinden – herzliche Geburtstagsglückwünsche nachträglich für die Mutter meines 1.Babysitterkindes, das ich in einer Zeitschrift wieder entdeckt habe.

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