Pünktlich wieder geöffnet!

Pünktlich zu meiner Geburtstagswoche durften Cafés, Bars und Restaurants ihre Tische nach über 5 Monaten wieder rausstellen und draußen bedienen!!! Drinnen bleibt nach wie vor alles geschlossen. So ging ich also am Montag Abend mirnichtsdirnichts raus zum Einkaufen und sehe plötzlich, dass die Burger-Kneipe an der nächsten Ecke Tische draußen stehen hat und, dass da Leute sitzen und Bier trinken. Jetzt denkt sich jeder wahrscheinlich: Ja, und? Und dann?

Nee, nichts und dann. Das war’s. Aber das war seit 5 Monaten nicht so. Es gab null Leben auf den Straßen und dies kehrt plötzlich zurück. Überall stehen Tische draußen und Stühle, Lichter sind wieder an.

Und ich war selber etwas erschrocken über mich, wie mich das berührt und irgendwie auch total verwirrt hat. Aber positiv verwirrt. Ich merke an solchen Reaktionen, dass solch eine monatelange Quarantäne einfach doch nicht so ganz spurlos an einem vorüber geht. Das macht was mit einem. Mit mir. Und ich merkte sofort: Auch ich möchte wieder Teil dieses „Lebens“ da draußen sein.

Leider kam passend mit der Öffnung der Cafés und Restaurants auch die Kälte. 12 Grad, Regen, Stürme, Gewitter und grau in grau. Typisches Hamburger Novemberwetter könnte man sagen. Dabei steuern wir doch geradewegs auf den Frühling zu. Aber gut. Dem Wetter entsprechend standen nun also überall Tische draußen und keiner hat sie genutzt 😦

regen

Jeannine und ich haben uns neulich aber trotzdem gedacht: Wir müssen uns irgendwo hinsetzen und einfach das Gefühl genießen, dass Dinge wieder möglich sind. Es gibt natürlich gewisse Regeln, so gibt es z.B. nur 4er Tische maximal und man sollte eigentlich bis zum Essen oder Trinken auch die Maske auf lassen. Aber das wird glaube ich nicht sooo eng gesehen. Auf jeden Fall setzten wir uns in einen mit Zeltplanen versehenen Kaffee-Spot und wurden bedient. Was für ein Gefühl! Wie einem plötzlich etwas vorher so Vertrautes und Alltägliches so seltsam vorkommen kann. Es gab keine Speisekarte sondern einen QR-Code auf dem Tisch, über den wir uns dann die Speisekarte online übers Handy ansehen konnten. In solchen Dingen ist Argentinien einfach schon einen Schritt weiter als Deutschland. Wobei ich ja klassische Speisekarten doch lieber mag. Aber wir bestellen unseren Kaffee und er wurde gebracht und alles war ein bisschen so wie früher und das tat gut. Auch wenn es wirklich kalt war.

Die Öffnung der Lokale hat auch den Nebeneffekt-Vorsteil, dass man unterwegs mal wieder irgendwo auf die Toilette gehen kann. Und da hab ich dieses Café das erste Mal von Innen gesehen – sooo schön. Ich liebe den Stil der Cafés hier einfach.

Und das Schönste ist, dass wir somit an meinem Geburtstag morgen ESSEN GEHEN können. In meinem Lieblingsrestaurant Don Julio. Ich bin im Glück. Danke Universum, dass gerade jetzt alles wieder öffnet.

Da macht es mir auch nichts aus, dass die Quarantäne offiziell bis 20.09. verlängert wurde und wir dann das halbe Jahr Lockdown voll machen.

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