trallari trallahey tralla hoppsasa

„Wir machen uns die Welt widdewidde wie sie uns gefällt“ sang Pippi Langstrumpf und hier macht sich inzwischen fast jeder die Quarantäne widdewidde wie sie ihm gefällt. Zumindest soweit wie möglich. Aber anders ist es auch einfach nicht mehr auszuhalten und die Zahlen gehen ja auch trotzdem hoch, also zeigt es ja auch, dass es leider nicht viel bringt. Und nein, ich werde keine Corona-Diskussion hier aufmachen, NOT!

Für uns heißt das auf jeden Fall weiterhin so viel wie möglich Radfahren in der Sonne und nun nach und nach (wenn auch heimlich und unerlaubt) mehr und mehr Normalität zu zu lassen.

So bin ich neulich zu meiner Freundin Jeannine geradelt und habe einen neuen Weg entdeckt, der mich durch die Straße „Capitán General Ramón Freire“ führte: Super schöne Häuser, tolle Türen, hohe Palmen – und leider immer noch leergefegte Straßen.

Wir gingen spazieren, von einem Park zum anderen und es ist schon einfach wirklich super schön hier. Und am Wochenende in den Parks merkt man die Quarantäne dann nicht mehr so wirklich. Alle sitzen draußen, genießen die frühlingshaften Temperaturen, die Sonne, die Natur. Kaum jemand sitzt wirklich in großen Gruppen und alle auch mit Abstand, aber eigentlich ist auch das alles noch immer nicht erlaubt. Der See im Park war ganz klar und man konnte bis auf den Grund gucken, von der dunklen Suppe, die da normalerweise schwimmt, keine Spur. Selbst die Mini-Otter schwammen mit Abstand, ob die auch ne Ansage bekommen haben?

Auf halber Strecke unseres fast 4 Stunden dauernden Spaziergangs habe ich mal wieder etwas Neues kennengelernt, was Jeannine mir gezeigt hat: Ein Stück Europa inmitten der Stadt – mit einem Le Pain Quotidien mittendrin. Manchmal ist einem das Altbekannte ja doch das Nächste und etwas Europa tut zwischendrin einfach mal ganz gut.

Das Schöne an dem Nicht-Autofahren-Dürfen ist, dass ich Buenos Aires ganz gut kennenlerne. Natürlich fehlen viel vom Charme und von der Atmosphäre, aber für meine sonst ja eher wenig vorhandene Orientierung ist die jetzige Fahrrad- und Zufußgeh-Situation Gold wert.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp in einem Geburtstags-Deko-Laden und ich kaufte einige Dinge für Maxis Geburtstag, der anstand. Ja, es gibt hier Geburtstags-Deko-Läden. Es gibt auch reine Bettdecken-Läden, reine Alles-aus-Kunsstoff-Läden, etc etc. – natürlich existieren auch Kaufhäuser, aber die Spezialisten-Läden überwiegen deutlich. Und oft ist dann auch eine gesamte Straße mit einer Art von Läden gepflastert und man findet dann z.B. Bettenläden einen neben dem anderen oder eine Straße voller Lampenläden oder so. Wenn man weiß, welche Straße sich wo befindet, ist es praktisch. Aber grundsätzlich für mich etwas verwirrend manchmal. Neu eben.

Ein Gedanke zu “trallari trallahey tralla hoppsasa

  1. Ah, das mit den Straßen für genau eine Art von Läden kenne ich aus Dubai. Bestes Beispiel der Gold Souk, der Stoff Souk oder mal eine ganze Straße voller Mobiltelefone 🙈 Ich finde, man gewöhnt sich schnell daran, schließlich findet man in einem der Läden immer genau das, was man gerade sucht…ist es nicht schön, in eine neue Welt einzutauchen und sich auf genau diese Unterschiede einzulassen 😊

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