Tage im Paradies

Dritter Teil Rückblick Papi-Karin-Besuch. Nachdem wir 10 Tage Buenos Aires erkundet, Hitze ertragen, Kilometer gemacht und jeden Tag ein volles Programm durchgezogen haben, ging es quasi in den Urlaub. Nach Uruguay. Uruguay hat man ja in Deutschland irgendwie nicht so auf dem Schirm. Sind auch nur 3,5 Millionen Leute, die dort wohnen, es gibt in erster Linie flache Landschaft und ein paar Themen, um die sich die Argentinier und die Uruguayer streiten wie das beste Fleisch, den Ursprung des Tangos, den Geburtsort von Carlos Gardel und die Original Dulce de Leche Milchcreme. Aber es gibt noch etwas in Uruguay (neben wunderhübschen Männern, von denen ich mir den allerschönsten geschnappt habe), weshalb die Argentinier ihre Ferien hier gerne verbringen (als Alternative zu Brasilien): Wunderschöne Strände. Lang, breit, „warmes“ Wasser (weil dichter am Äquator) und nicht so voll und überrannt wie die wenigen Strände in Argentinien. Also los.

Martín fuhr mit Maximo in einer abenteuerlichen Anfahrt bereits einige Tage vor uns nach Uruguay, da seine Mutter (die dort lebt) Geburtstag hatte und es nach 31 Jahren das erste Mal sein sollte, dass sie alle 6 Kinder um sich herum versammelt hat. Abenteuerlich war die Fahrt insofern, als dass unser Auto kurz nach dem Start der 9h dauernden Reise – mal wieder – zusammenbrach, sie somit mit der Fähre und dann dem Bus fahren mussten und ich glaub nach 21 Stunden endlich dort waren. Ein Traum. Papi, Karin und ich fuhren einige Tage später direkt mit der Fähre von Buenos Aires nach Montevideo und wurden da ganz komfortabel von Martín abgeholt mit dem Auto seiner Schwester, die es uns für die Zeit lieberweise geliehen hatte. Unsere Hinreise war auf jeden Fall sehr entspannt mit Puschen an (um keinen Dreck auf den Teppich zu schleppen, wobei man sich doch fragte, woher dann die Flecken kommen….), Sekt, Ausblick und einer ruhigen Fährfahrt.

Unser Hotel oder „im Paradies“:

Als wir in unserem Hotel ankamen, kamen wir aus dem Staunen nicht wieder heraus und das, obwohl wir alle wirklich viel gereist sind in unseren Leben. Unser Urlaubsort war Punta del Este, aber dann auch wieder doch nicht, weil unser Hotel nicht mitten drin im Trubel lag sondern 15 Minuten Autofahrt in die „Hügel“ hinauf ins Landesinnere von Punta del Este. Und es war ein Traum, anders kann man es nicht beschreiben.

Ein unfassbar riesiges Areal mit unendlicher Weite, wilden Füchsen und großen Echsen, die dort herumliefen, mit Feldern, Wiesen und dem Blick auf den Himmel. Wir wohnten nicht in Zimmern sondern in Bungalows und jeder Bungalow bekam ein eigenes Golf-Cars zur Verfügung, um sich innerhalb der Hotelanlage zu bewegen. Gut, wir nutzen es auch, um die 150m zum Frühstück zu fahren, aber gut. Nach ca. 20 Minuten Fahrt gelang man zu einem künstlich angelegten See mit Strand und Beach-Bar (die allerdings um 17h zumachte und in der es den weltweit teuersten Aperol Sprizz gab, den wir nie getrunken haben).

Und dann war da dieser Pool, der so unglaublich schön in die Natur eingebettet war. Und auch wenn ich ab und an etwas arbeiten musste, hatten wir endlich mal Zeit. Zeit zum Lesen, zum Ausschlafen (es gab bis 11h Frühstück), Zeit zum Inruhefrühstücken mit allem Drum und Dran, zum Ampoolabhängen, zum Golfcartfahren und zum (Überraschung!): Essen. Und am frühen Abend konnten wir von unserer Terrasse aus die Sonne über der unendlichen Weite untergehen sehen, das war schon fast mystisch. Danke Papi für diese Tage im Paradies!

Natürlich sind wir aber auch einige wenige Mal „runter“ gefahren an die Küste, über die bekannte Doppelbrücke, in den Ort Punta del Este, der ja als einer DER Orte in Südamerika gilt für Urlaube erster Klasse mit Yacht-Club und Schickilacki-Läden. Uns hat es nicht so überzeugt, was aber auch schon daran liegen kann, dass wir einfach keine Fans von diesen Bettenburgen sind. Schön sind hingegen der Strand und die Küste, die sich (wie der Ort auch) kilometerweise entlang ziehen und traumhaft schöne Ausblicke ermöglichen. Natürlich haben wir auch die obligatorischen Bilder bei „DER HAND“ von Punta del Este gemacht und ja, der Sonnenuntergang über den Segelschiffen, die beim Yacht-Club lagen, war auch wirklich wunderschön. Ich mag besonders den Vorort „La Barra“ mit all seinen kleinen Stehrumchen-Läden und Cafés und Co, dort herrscht so ein bisschen Mallorca-Ambiente finde ich und das mag ich ja so besonders in den kleinen Orten dort. Das Essengehen in Punta del Este hat uns zumeist eher enttäuscht und so blieben wir zum größten Teil in unserem Paradies oben auf dem Hügel.

Einen Tag sind wir allerdings so durch die umliegenden Orte gefahren und haben durch einen Reiseführer-Bericht San Ignacio entdeckt, ein kleiner Ort mit vielen Künstlern, schönen Restaurants (am Strand mit Lichtern und Kerzen und so ein wenig wie die Sansibar vom Stil her, aber rustikaler und einfacher) und einem traumhaft schönen Sonnenuntergang, den wir dort erleben durften. Ein schöner Moment, den wir wohl alle in guter Erinnerung behalten werden.

 

 

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