La Crosse – ganz ohne Sport

Ich glaub, es geht schon wieder los… um 5.60h klingelt mein Wecker, um 6h verabschiede ich mich von meinem Gastvater Larry und düse los Richtung LA – fünf Stunden bevor mein Flieger geht. Ich halte es für leicht übertrieben, halte mich aber an alle Ratschläge – und das war auch gut so. Es ist Stau ohne Ende auf dem Freeway, ich finde die Mietwagen-Rückgabe-Station zunächst nicht, der Shuttle zum Flughafen ist gerade weg und und und.

Ich bin aber dank des Vorlaufs rechtzeitig am Gate und fliege planmäßig nach Minneapolis in Minnesota. Ich besuche meine Freundin Beth. Beth und ich haben uns vor 15 Jahren in Murcia kennengelernt, als wir beide zur selben Zeit dort studiert haben und sind seitdem Freundinnen. Haben uns oft in Murcia zu Revival-Urlauben getroffen und im letzten Sommer hat sie mich in Hamburg besucht. Nun ist es also endlich soweit und ich besuche auch mal sie. Sie wohnt in La Crosse in Wisconsin und ich lerne, dass man von den Bergen aus sowohl Wisconsin, Minnesota als auch Iowa sehen kann, da wir so dicht an den Grenzen hier sind. Ich finde es spannend, da ich in dieser Gegend der tausend Seen in den USA noch nie war.

Wir genießen die Zeit zum Quatschen und Mädels-Quality-Time und haben sooooo viel an Themen aufzuholen. Bei Kaffee, bei Cocktails, beim Dinner, beim Frühstück, beim Spazierengehen, beim Sightseeing, beim Shoppen in downtown La Crosse, einem schönen kleinen Ort mit vielen individuellen Geschäften und Cafés und Restaurants mit dem „Farm to Table“-Motto, d.h., dass sie Gemüse, Fleisch, etc. direkt von den lokalen Bauernhöfen in der Umgebung beziehen.

Und dann bin ich am Mississippi und erinnere mich ständig an meinen English-Unterricht, dass wir Mississippi buchstabieren lernen mussten und es immer so lustig klang mit dem P-P-I am Ende. Wir laufen über die blaue Brücke, die das Stadtbild so prägt und es ist unglaublich heiß und schwül hier.

Am nächsten Tag sind Beths Kinder bei ihr und nicht beim Vater und wir machen einen Bootsausflug auf dem Mississippi, doch gerades als wir das Boot mit Snacks und Schwimmsachen bepackt haben und auf dem Weg sind, fängt es an, in Strömen zu schütten. Wir retten uns unter eine Brücke, ankern und picknicken – mit frischer gelber Wassermelone aus ihrem Garten. Da es weiterhin super warm ist, stört es überhaupt nicht, dass um uns herum gerade die Welt untergeht. Danach klart es wieder auf und wir kommen noch an den kleinen Strand, wo wir ganz alleine sind und im Fluß baden können, herrlich. Krass – ich bade im Mississippi! Und es gibt sie wirklich, die Mississippi-Dampfer, wie auch einer auf der Elbe fährt.

Wisconsin und die gesamte Gegen hier ist besonders bekannt für Käse, es gibt alles mit Käse, sogar Dinge, die kein Mensch braucht – wie überall auf der Welt.

Da sich alles um Käse dreht, muss ich natürlich auch die typischen „Cheese Curds“ (frisierter Käse in Backteig) probieren und wir sitzen dafür herrlich am Fluß draußen in einem schönen Restaurant im Park, trinken typisches Bier (Name: „Spotted Cow“) und lassen das Leben Leben sein. Es ist herrlich, einfach mal wieder Zeit zusammen zu haben.

Und wo wir schon beim Thema Essen sind…. am nächsten Tag wollten wir eigentlich grillen, aber es hat nochmal so geschüttet, dass wir Alternativen suchen mussten und Beth und die Jungs brachten mich zu einem ganz typischen Restaurant. Es ist eine Mischung aus Drive-In und etwas ganz Neuem. Man parkt, bestellt von seinem Parkplatz aus, die Bedienung kommt auf Rollschuhen (an dem Tag nicht, weil es zu nass war) und bringt das Tablett mit Essen, man fährt das Fenster etwas runter und das Tablett wird an dem Fenster befestigt, so dass man nicht alles im Auto hat. Lustig und so herrlich typisch Amerikanisch. Und ich musste die Spezialität probieren (sooo hammer lecker): Root Beer mit Vanille-Eis. Kleine Portion, wir sind in Amerika, war ja klar 🙂

Um zumindest einen Teil der Kalorien wieder abzutrainieren, haben wir am letzten Tag eine Fahrradtour an den Villen der Stadt und am Fluß entlang gemacht sowie auf dem Rückweg über den Campus der UWL, der University of Wisconsin La Crosse. Alles ist herrlich grün hier und die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wenn es nur nicht so heiß und drückend wäre….

Und neben Käse und Burgern gibt es wahnsinnig viel Gemüse und Obst… ganz frisch aus Beths Garten, der der Wahnsinn ist. Alles voller Brokkoli, Zucchini, Tomaten, Kräuter, Honigmelone, Wassermelone, Auberginen,… und schöner Sprüche 🙂

Ein Gedanke zu “La Crosse – ganz ohne Sport

  1. Hi mein Stern, nun bist du wieder mal an deiner letzten Station angekommen, bevor Du wieder in Hamburg, unserer Heimat, ankommst!!
    Ich freu mich schon sehr , Dich am Montag in Hamburg wieder zu sehen!!
    Genieß die letzten Tage und bis Montag!! Woher kommst du eigentlich – wieder Amsterdam?? 😉😁
    Umarm Dich Moni♥️♥️😍😍

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