ein besonderer Abschied

Mein zweiter Santa Barbara Tag sollte primär ein Beach Tag werden und ich entschließe mich, etwas Neues kennen zu lernen und fahre zum Arroyo Burro Beach oder auch Hendry´s Beach gennant. Klein, aber fein und mit einem netten Restaurant dem Boathouse nebenan. Ich genieße es, endlich wieder Sonne auf der Haut zu haben, ein Buch am Strand zu lesen („Wiedersehen im Café am Rande der Welt“) und dem Wellenrauschen zu lauschen. Wobei sich mein persönliches Highlight auf dem Parkplatz befindet.

Eine Hundewaschanlage. Wie lustig und praktisch zugleich – so etwas habe ich bisher noch nie gesehen.

Auf dem Rückweg vom Strand fahre ich ein wenig an der Küste lang, zumindest dort, wo dies möglich ist, und finde einen kleinen, aber feinen Strand wieder, an dem ich damals nur einmal war, weil es dort den schönsten Sonnenuntergang geben soll. Mesa Lane. Ich parkte, lief all die Stufen hinunter und es war auch ohne Sonnenuntergang noch immer wirklich schön und irgendwie besonders dort.

Am Abend treffe ich Julia, eine Münchnerin, die ich schon laaaange über meinen Job kenne und die zufällig auch gerade hier Urlaub macht mit einer Freundin. Wir treffen uns zum Pre-Dinner-Drink und super leckerem Dinner in der neuen Funk Zone, die ich noch gar nicht kannte und wo sich viele individuelle Vintage-Geschäfte, Weinbars, Bäckereien, Craft Beer Läden und nette Restaurants tummeln.

Am letzten Tag (ein Sonntag) gehe ich mit meinen Gasteltern in die Kirche. Kirche ist in Deutschland ja eher etwas ruhiges, besinnliches, ehrfürchtiges. Hier ist es laut mit E-Guitarren-Musik und Band, mit laut beten, rufen, fast schreien. Klar, dadurch irgendwie fröhlicher, vielleicht leichter und nicht so seriös. Aber muss ich Gott anschreien, um mich hörbar zu machen? Eine weitreichende Frage, die ich hier nicht beantworten kann. Aber mir gefällt die ruhige Atmosphäre irgendwie besser in einer Kirche. Nach dem Gottesdienst gibt es draußen Kaffee und Doughnuts und im Anschluß gehen wir zum Klassiker in Kalifornien: In-N-Out-Burger. Ich liebe diesen Laden und einmal Burger dort muss einfach sein, denn es ist für mich der beste Burgerladen überhaupt. Dagegen kann selbst FiveGuys einpacken. Naja zumindest fast. Ist aber für mich eins der Must Dos in California!

Der letzte Abend war ein schöner Abschied mit meinen Gasteltern und deren Tochter Tasha und Mann. Vorher gab es noch Abschiedsfotos, u.a. mit meinem Gastbruder Jared und eine Session mit Tashas Family inkl. einem Vorher-Nachher-Fotos von dem ältesten Sohn Thommy und mir, 21 Jahre später.

Aber irgendwie besonders war der vorletzte Abend. Denn der war irgendwie mein persönlicher Good-Bye-Abend. Ich mache mir bewußt, dass ich wohl zum letzten Mal in meinem Sabbatical alleine irgendwo zum Dinner ins Restaurant gehe und beschließe, den Moment für mich zu zelebrieren und zu genießen. Ich gehe ins Restaurant Longboards auf dem Pier, das gab es schon damals und wir waren dort öfter früher. Eine schöne Location für diesen besonderen Abend für mich. Ich bestelle einen Frozen Rosé mit Erdbeeren (sehr lecker) und erinnere mich an den Nachmittag in New York, als ich mit meinem Glas Rosé Champagner im Ritz Carlton saß und bewußt den Abschluss meiner ersten Reise zelebrierte – wow, das ist 8 Monate her. Was seitdem alles passiert ist. Viel. Ich sitze nun hier in Santa Barbara, kann mich immer noch nicht satt sehen an meinen Palmen und werde verabschiedet mit einem traumhaften Sonnenuntergang.

 

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