Meine Perle, mein Zuhaus, mein Leben!

Und dann bin ich plötzlich wieder in Hamburg. Und die zweite große Sabbatical Reise ist um. Die so ganz anders war, als die erste. Die erste Reise war sehr geprägt durch das Alleinereisen, im Sabbatical-Feeling erstmal anzukommen, so viele Dinge zum ersten Mal zu machen und so unglaublich viel Zeit zu haben, so unglaublich viel Zeit mit mir selber zu verbringen. Viele Dinge habe ich hinter mir lassen können in der Zeit, viele Fragen für mich beantworten können und mich wirklich so viel besser kennen lernen können. Yes, I can do this! Das weiß ich seit der Reise mehr als je zuvor. Der zweite Teil der Reise war so ganz anders. Ich bin den größeren Teil der Reise nicht alleine gereist und habe somit viel weniger Zeit mit Nachdenken verbracht und mehr Zeit mit einfach machen. Wenn man nicht alleine reist, muss man automatisch nicht über so viele Dinge nachdenken. Ein weiterer großer Unterschied der beiden Reisen war das Wetter. USA & Kanada war ja primär herbstlich und Südamerika fast komplett Sommer. Mit Strand und Bikini und soooo vielen FlipFlopsTagen. Und Nachrichten aus Hamburg mit SchneeFotos. Als ich am Mittwoch nach Ostern also lande, bin ich auf alles vorbereitet und ziehe mir noch im Flieger Daunenjacke und Schal an.

Und werde dann so positiv überrascht mit 16 Grad und Sonne! Wow! Hamburg meint es gut mit mir und das Ankommen ist bei dem Wetter einfach hundert Mal einfacher. Und wieder werde ich abgeholt (wenn auch in kleinerer Besetzung als beim ersten Mal) und liebevoll empfangen mit einer mit Blumen und Ostereiern dekorierten Wohnung und einem Kühlschrank, der für den Beginn das Nötigste enthält. (Ein großes DANKESCHÖN dafür an Moni und meine Mutter!). Auch aus Berlin ist WillkommensPost von meinen Liebsten gekommen neben den Stapeln an Post und Zeitschriften, die sich auf meinem Esstisch türmen.

Am nächsten Tag wird erstmal Ostern mit Mama nachgefeiert bei leckerem Rüblikuchen von Lindtner und einem Kochhaus-Fischgericht zum Abendbrot! Natürlich mit Geschirr von Oma und dem FamilienTraditionsNachtisch Annanas mit Sahne!

Die nächsten Tage verbringe ich mit meinen Mädels: Abends Sekttrinken auf dem Sofa und mal wieder Zeit zum Reden haben, zusammen an der Alster und im Haynspark spazieren gehen mit einem Kaffee von DeliKate (soooo lecker!), ein Bierchen an der Alsterperle trinken und den Sonnenuntergang genießen, MädelsAbend bei mir Zuhause und die nächsten Geburtstage vorbereiten, Besuch aus dem Süden bekommen, einen Sommertag im Cliff an der Alster in der Sonne liegen, Radfahren und immer und überall in vollen Zügen Hamburg genießen! Diese so unglaublich schöne Stadt, meine Heimat, meine Perle, mein Zuhause! Die Krokusse blühen, ich fahre mit meinem Mini Cabrio offen durch die Stadt, die Sonne scheint und es geht mir einfach gut.

Ich fühle mich voller Energie, streiche meine Wohnung, hänge neue Bilder auf und bestehende Bilder um, entrümpele den feuchten Keller, bin bei IKEA, Bolia und im Baumarkt zu finden und alles fühlt sich nach Neuanfang an, wie immer im Frühling! Ich miste aus, spende Vieles und räume um, schmiede Pläne für einen Relaunch meiner Wohnung und bin voller Tatendrang und Ideen!

Und genieße viel Family-Time: Ich verbringe Zeit mit meiner Mutter an der Ostsee in Travemünde und genieße die norddeutsche See und die steife Briese, auch wenn es doch deutlich wird, dass Frühling auch noch kalt sein kann.

Dann bekomme ich Besuch aus Berlin, erst von meinem Vater inklusive Frühstückengehen und wahnsinnig tollem Dinner im Clouds, dann von meinem Bruder und dem gesamten WolfsRudel – herrlich, wenn die Bude voller Mäuse ist! Sie kommen nachts an, ich trage meinen Neffen schlafend nach oben und lege ihn direkt ins Bett. Plötzlich öffnet er die Äuglein und sagt ganz sanft und leise: Is möste aber nis mit Schuhen an slafen. So recht hat er! Schuhe aus und er schläft. Toll! Nicht so seine kleine Schwester, die bis 2h „Carla wach – Mama müde – Papa Quatsch“ vor sich hin brabbelt, dann aber friedlich schläft. Ich schlafe mit Füßen und Fäusten von Moritz im Gesicht und werde mit „na Du alte Fressmaschine!“ geweckt, wir kuscheln und lesen und spielen und ich genieße die beiden Zuckerschnuten um mich herum und freue mich drauf, wenn sie später 6 Wochen Sommerferien in Hamburg verbringen!

Zugegebenermaßen muss ich doch wieder feststellen, dass der Versuch, alle meine Liebsten innerhalb von meinem 2 Wochen in Hamburg zu sehen, mich an meine Grenzen bringt und ich ganz schön kaputt bin, als ich mich wieder ans Kofferpacken mache. Und ich merke, dass die Vorfreude aufs weitere Reisen auch vermischt ist mit ein wenig Wehmut, den Balkon nicht frühlingshaft zu bepflanzen, Hamburg nicht weiter bei Sonne genießen zu können und wieder weg zu fahren – weg von allen, die mir so am Herzen liegen. Aber so ist es nun mal immer: mit jeder Entscheidung FÜR etwas, entscheidet man sich immer auch GEGEN etwas. Und mit jeder Reise entscheidet man sich automatisch fürs Kofferpacken, was bei mir immer einem bombenattentatähnlichen Szenario gleicht….

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