Rucksack oder Rimowa?

Diese Hamburg-Zuhause-Pause tut mir gut, aber ich freue mich jetzt auch, wieder los zu ziehen. Mittel- und Südamerika stehen auf dem Plan. Ich werde in Kolumbien starten, dann nach Buenos Aires fliegen. Von dort später weiter nach Peru, Costa Rica (war zumindest der ursprüngliche Plan, nun ist gerade ein Reisebus überfallen worden, die Kriminalität scheint wohl stark zuzunehmen und es gibt neue Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt, also mal sehen…) und Kuba. So zumindest aktuell der Plan…TROTZ ZIKA… Wieder werde ich ca. 2,5 Monate unterwegs sein. Es wird sicherlich Vieles etwas leichter werden, als beim ersten Mal, weil ich schon ein wenig in Übung bin. Aber es wird definitiv anders werden. Denn Südamerika ist eben nicht USA oder Kanada. Es ist hier und da gefährlicher, man muss sich gegen andere Dinge (bzw. überhaupt) impfen lassen, man reist anders. Ich war vor ein paar Jahren in Chile und Bolivien mit meiner lieben Freundin Neitschi, deshalb habe ich zumindest schon eine Idee, wie es in Südamerika sein könnte. Aber das klingt eher so, als wenn ein Amerikaner sagt: Ich fliege nach Europa. Also nach Quatsch. Denn natürlich wird jedes Land unterschiedlich sein, das habe ich ja schon von Chile zu Bolivien festgestellt: Ganz andere Kultur, andere Menschen, andere Mentalität, andere Vegetation, alles anders. Damals bin ich mit einem Rucksack gereist. Was gut war. Durch die USA und Kanada hat mich mein Rimowa Koffer treu begleitet und war die richtige Entscheidung (gut, bis auf die Tage, an denen ich das sch*** Ding in den 3. Stock hochtragen musste in Kingston… man ej!). Am liebsten würde ich mit ihm auch wieder reisen. Aber ist das wirklich praktisch? Andererseits: Wieviele Etappen werde ich haben, in denen ich zwingend einen Rucksack brauche. Während ich noch mit mir diskutiere, muss ich an einen Artikel denken in einem tollen Buch, das ich vor meiner Abreise im Oktober 2017 gelesen habe: „Solo-Trip – vom Glück des Alleinreisens“ von Annika Ziehen. Kann ich nur empfehlen. Annika Ziehen kommt aus Hamburg, so wie ich. Und ist in einem ähnlichen Alter. Und hat sich mit vielen Themen und Fragen beschäftigt, die mich auch beschäftigt haben, bevor ich das erste Mal alleine losgereist bin. Tat mir total gut, weil es mich bestätigt hat – und meine innere Diskussion in die eine oder andere Richtung beeinflusst hat. Sie beschäftigt sich mit gedanklichen Themen genauso wie mit praktischen Vorbereitungen und Sicherheits-Themen, die man ja nun leider speziell als Frau oft anders durchdenken muss, wenn man alleine reist. Und sie räumt auf mit dem Glauben, man könne nur eine tolle abenteuerliche Reise haben, wenn man in mega Low-Budget-Bed-Bug-Hotels übernachtet und von A nach B trampt – nein, sie sagt ganz klar, dass dies auch im 5**** Hotel und mit dem Taxi möglich ist. Genau! In dem Buch gibt es auf jeden Fall auch ein Kapitel mit der Überschrift „Rucksack oder Rimowa“ und es spricht mir aus der Seele. Denn Abenteuer und eine tolle Zeit werden mit Sicherheit nicht von einem Rimowa-Koffer verhindert! Wenn man ihn denn überall rollen kann… denn sonst trägt er sich einfach doof bei meiner Körpergröße. Hrmpf. Am Ende wird es für mich und meine nächste Reise wohl auf solch eine Tasche mit Rollen, die man auch als Rucksack nutzen kann, hinauslaufen. Kompromisse werden noch meine neue Stärke… irgendwann vielleicht. Ich war dann also mal bei Globetrotter….

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