There´s no place like home

Flying home for Christmas: Am 7.12. bin ich in New York los geflogen bei einem traumhaften Sonnenuntergang – der Himmel brannte regelrecht. Ich konnte sogar im Flieger ein wenig schlafen und bin für mich innerlich ganz ruhig auf dem Rückflug. Ich dachte ja vorher, dass ich die Zeit im Flieger „sinnvoll“ „nutze“, um die letzten Monate für mich Revue passieren zu lassen, um zu überlegen, was mir die Monate des Weg-Seins und Reisens „gebracht“ haben, ob und wenn ja, wie ich mich denn nun verändert hätte und ob es „sinnvoll“ war aus bisheriger Sicht, ein Sabbatical zu machen. Und dann sitze ich im Flieger und mein Kopf ist ganz leer. Nicht negativ Ich-bin-erschöpft-und-leer-von-Gedanken-Leer sondern positiv Ich-bin-aufgeräumt-und-ganz-bei-mir-und-mit-mir-im-Reinen-Leer. Es gibt gar nichts zum Revue passieren, analysieren, bewerten. Alles ist einfach gut so, wie es ist. Es ist Ruhe im Kopf. DAS hat es mit mir gemacht. Ein Gefühl von Bei-mir-angekommen-Sein. Lange ist es her, dass ich mich so gefühlt habe. Habe ich mich überhaupt schon mal so gefühlt? Kann ich gar nicht sagen.

Ich lande in Hamburg und bin richtig ein wenig aufgeregt. Ich freue mich, zurück zu sein. Zuhause. Und werde abgeholt, da stehen sie, Mami und die Mädels – sogar mit Plakat! Schön war das. Ein Gefühl von Nachhausekommen und Willkommensein. Und am Zoll bin ich auch problemlos vorbeigekommen, puh. Nach Umarmungen und Mädchen-Geknutsche gehen wir noch gemeinsam Frühstücken, erzählen viel und lachen aus vollem Herzen, man, was tat das gut. Und dann kam irgendwann der Moment, an dem ich das erste Mal wieder alleine Zuhause bin in meiner Wohnung. Und das Allerschönste war, dass es sich so gut angefühlt hat. Es war einfach schön, wieder Zuhause zu sein. Ich gebe zu, dass ich schon ab und zu mal darüber nachgedacht habe: Was ist, wenn es sich gar nicht mehr richtig anfühlt, wenn ich zurück bin. Was ist, wenn ich in ein tiefes Loch falle, plötzlich so alleine und ohne Aufgabe. Was ist wenn… Aber es kam anders. Dabei hat natürlich auch die Weihnachtszeit geholfen. Und es ist einfach auch wundervoll, wenn man so liebe Menschen um sich hat, die die Wohnung schon mal weihnachtlich dekorieren bevor man ankommt, die die Heizung schon mal anmachen, damit man es schön warm hat, die Grünkohl und Rouladen vorkochen und einem in den Kühlschrank stellen, die einen Adventskranz besorgen und Adventskalender basteln, die einen Mini-Tannenbaum mit Lichterkette auf den Balkon stellen, die die Post stapeln und zur Seite legen, damit es nicht das Erste ist, worüber man fällt, die frische Blumen besorgen und Frühstück für den ersten Morgen in den Kühlschrank stellen – danke an Euch alle von ganzem Herzen!

Die ersten Tage waren etwas durch Erkältung und Jetlag geprägt und somit auch durch viel Schlaf. Und um ehrlich zu sein auch durch eine leichte, hm, sagen wir mal, Orientierungslosigkeit. Die ersten Tage bin ich morgens aufgewacht und habe mich kurz fragen müssen, wo ich gerade bin. Ob ich heute reise oder irgendwo sightseeing mache. Natürlich hat man seine Abläufe in der Wohnung (Kaffeemaschine, Zahnbürste,…), aber es fühlte sich noch nicht wieder wie Automatismus an. Und ich habe schon ein paar Tage (naja, ein paar mehr Tage…) gebraucht, um auch emotional und mental hier wieder anzukommen und nicht nur körperlich. Aber dann ging die Weihnachtszeit in Hamburg für mich so richtig los und die Tage waren voller Weihnachtsessen mit 17jähriger Tradition und den besten Freunden, Wohnung dekorieren (da geht ja immer noch was bei mir), Weihnachtsmarkt mit neuen (also aus 2017) und alten (seit Jahrzehnten) Freunden, Keksebacken mit den Mädels und vielen vielen Kids, Christmas Shopping (dieses Mal in der Hamburger Innenstadt), Freunde wieder treffen, Glühwein trinken, Freunde treffen, die nicht mehr in Hamburg leben, aber zu Weihnachten zurück kommen, Kerzenschein genießen, Weihnachtsmusik rausholen, Geburtstage feiern, Alsterdampfer-Lichterfahrt genießen, Familie zu Besuch haben und und und. Was für eine wundervolle, aber auch intensive und volle Zeit. Ich liebe diese Zeit, aber zwei Wochen reichen definitiv nicht aus für all die schönen Weihnachtsaktivitäten. Nächstes Jahr schöpfe ich die Vorweihnachtszeit in Hamburg wieder voll aus.

Eins kann ich mit Sicherheit sagen: Es ist schön, nach Hause zu kommen. Es ist schön, eine wundervolle Familie und so tolle Freunde zu haben. Es ist schön, in Hamburg zurück zu sein, vor allem auch mit all den Lichtern in dieser Jahreszeit. Es ist schön, wieder in meinem Bett zu schlafen. Und es ist schön, wieder in meiner Wohnung zu sein. Und am Ende stimmt es eben einfach: There´s no place like home.

Und dann war Weihnachten. Ist es ja immer noch. Ich habe meine Sachen eingepackt und bin mit Chris Rea trällernd zu meiner Mutter gefahren. Habe viel Gemütlichkeit, leckeres Essen, den Tannenbaum und die Kerzen, die Kekse und den Tee (naja und Prosecco), die Ruhe und Zeit genossen. Und einen Mitternachts-Gottesdienst mit meiner lieben Freundin Pedi besucht, war in der Krippenandacht im Michel, habe meine Kindheits-Freundin Jana mit Familien besucht und war heute noch mit Püppi, die gerade in Hamburg ist, und ihren Eltern Essen….. schön war das alles. Und nun ist zweiter Weihnachtsfeiertag und ich genieße alle Kerzen in meiner Wohnung und die wundervolle Ruhe und Stille. Und Gemütlichkeit. Auf dem Sofa. Mit Decke. Und Tee. Mehr hygge als hier geht nicht. Ich hoffe, Ihr hattet alle eine wundervolle Weihnachtszeit und wünsche Euch noch schnell MERRY CHRISTMAS!

Lichter

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