How lucky I am…

Die Zeit geht immer so schnell rum und zack ist schon wieder das letzte gemeinsame Wochenende. Am Freitag waren wir (Püppi, Dan, Trine (leider ohne Urs, der gerade beruflich in Kalifornien war) und ich) nochmal zum Dinner bei Freunden (Tong und Markus) eingeladen. Tong ist Chinesin und hat super lecker chinesisch für uns gekocht. Es gab Fisch mit Kräutern und Tomaten sowie eine Art Eintopf mit Hähnchen, Shrimps, Calamari, Bambus in diversen Sorten, Lotus-Wurzel, und und und. Und einen scharfen Salat – leider nichts für mich, ich mag keine Chili-Schärfe. Lecker war es aber auf jeden Fall! Und ein super netter Abend!

Am Samstag sind Püppi und ich nochmal zum Pilates gegangen und haben danach in Ruhe und ausgiebigst gefrühstückt. Leider musste sie dann mit Ricki (dem Hund) zum Tierarzt, so dass wir doch nicht, wie ursprünglich angedacht, in die Wälder und Berge fahren konnten. Abends waren wir nochmal super lecker zusammen beim Japaner essen, genau genommen zum Hibachi-Grill . Das kenne ich so aus Deutschland gar nicht, es ist quasi Live-Cooking im Restaurant und man sitze um den Grill herum und guckt zu, wie Fleisch, Fisch, Gemüse, etc. gebraten wird. Super super lecker‘! Danach ging es noch ein letztes Mal ins Ranchero, um mit Amanda und British-Dan noch einen Good-Bye-Drink zu nehmen. Es war super lustig, wir haben nochmal wieder sooo viel gelacht und dann sind wir nach Hause gefahren. Püppi und ich haben noch Ewigkeiten Sex and the City geguckt und sind glaube ich beide auf dem Sofa eingeschlafen. Wunderbar gemütlich.

Samstag morgen musste ich dann Kofferpacken… ab auf die Waage damit und: AHHHH – zu schwer. Ich hoffe und vertraue auf meine Storytelling- und Überzeugungs-Künste und stehe dann doch etwas zitternd in der Schlange am Delta-Schalter. Mal ganz davon abgesehen, dass mein Handgepäck statt einem Carry-On mit 8kg und einer Handtasche aus 2 Carry-Ons mit jeweils bestimmt 12kg besteht, ist mein Koffer 5 Pfund zu schwer. Bei einem oder zwei Pfund oder kg geht es ja manchmal, wenn die Person am Schalter einen guten Tag hat, aber 5 Pfund…puh… ich bin dran. Sie: Sie haben Übergewicht. Ich: BITTE? Gut, es ist nicht die Zeit für solche Späßchen, es wird ernst. Ich erkläre ihr, wie toll ich die USA finde und alles, was man hier kaufen kann und dass ich unbedingt diese Flüssigseife und dies und das kaufen wollte…. sie lächelt und gibt statt 55 Pounds 51 in den PC ein… YES! Dan bietet ihr noch an, ihr einen Kaffee zu holen, aber das wollte sie dann doch nicht.

heavysuitcase

Hach und dann hieß es Abschied nehmen, wieder mal tschüß sagen und bis bald, ohne genau zu wissen, wann das sein wird. Ganz vielleicht schon Weihnachten, eventuell Ende Februar, vielleicht aber auch erst im Juni oder noch später…. wie heißt es so schön: How lucky I am to have something that makes saying goodbye so hard! Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an Püppi und Dan, es war wie immer total schön und ich werde Euch vermissen! Tschüß!!!

Farewell

Dann stieg ich in den Flieger nach Miami, konnte beim Boarding eins meiner Carry-Ons kostenfrei nachträglich aufgeben und alles verlief nach Plan. Der Anflug auf Miami bat einen traumhaften Ausblick, wir landeten pünktlich und während ich noch überlege, wie wohl der Taxifahrer reagiert, wenn ich nur zu einem Airport-Hotel möchte, lese ich in meinen Unterlagen, dass es einen kostenlosen Hotel-Shuttle gibt und es sind zwei alternative Telefonnummern vermerkt. Perfekt. Ich rufe die erste an, falsche Hotel. Hm. Also die zweite: Ein anderes falsches Hotel. Menno. Aber die Dame war so nett, mir die richtige Nummer vom Sleep Inn zu gehen. Sleep Inn hört sich nicht vertrauenserweckend an und ich bin gedanklich auf alles vorbereitet, sehe mich schon im Seidenschlafsack-Inlay und mit verbarrikadierten Türen schlafen. Ich rufe im richtigen Hotel an, die sagt, der Shuttle würde gleich losfahren, an welcher Tür ich sehe. An welcher Tür? Level 2. Departure. Flughafen. Miami. Hm. und dann: AHA – jeder Ausgang hat eine Nummer. Also, Tür Nummer 24. Ich soll draußen warten. Ich warte. Zusammen mit ganz vielen anderen Leuten an der Tür Nr. 24. Es kommt der Shuttle für Hotel A, Hotel B,…. nur meiner nicht. Irgendwann stehe ich da fast alleine. Hm. Warum ist das immer so? Gedanken gehen durch meinen Kopf, was ist, wenn er nicht kommt, was ist, wenn es ein seltsamer Fahrer ist und ein Wagen, den ich nicht 100% dem Hotel zuordnen kann, steige ich dann trotzdem ein? Irgendwann kommt er aber (natürlich) und es ist ein normaler Shuttle-Bus mit Hotel-Namen auf der Tür. Gut. Wir fahren einmal um den Flughafen herum und überall sind Palmen, es ist warm,…. hach, das ist doch schon mal traumhaft. Wir halten an einem MOTEL – NEIIIIIIIIIN…. puh, war nur eine Ampel. Mein Hotel ist prima für eine Nacht, alles bestens, der Seidenschlafsack und die Verbarrikadierungen bleiben aus. Gute Nach Miami!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s