Dutch Oven

Auf halber Strecke zwischen Kingston und Toronto mache ich halt, weil gefühlt überall steht, dass Coburg auf jeden Fall einen Stop wert ist und eine soooo schöne kleine Stadt sein soll. Na, wer das wohl entschieden hat? Ich fand da mal so ziemlich wenig besonders, aber 20 Minuten rumlaufen, Kaffee kaufen und mal Pipi machen – dafür war es gut. Interessant finde ich den Namen „Dutch Oven“ für ein Café… und für alle, die die zweite Bedeutung von Dutch Oven nicht kennen: bitte googeln – oder ich erzähle ich es irgendwann persönlich…

Ich fahre also weiter bis zum Flughafen in Toronto, gebe mein Auto dort ab und will an der Information fragen, welche Optionen es gibt, wie nach downtown Toronto zu kommen. Da kommt eine Stewardess mit einem sehr alten Mann im Rollstuhl dort an. Ich bekomme mit, dass er gerade irgendwo aus Südamerika gelandet ist, kein Wort englisch spricht und seine Tochter ihn abholen wollte, aber nicht da ist. Ich spreche ihn an und er guckt dankbar, dass jemand mit ihm spanisch spricht. Wir finden den Namen der Tochter heraus, die InformationsDeskFrau ruft sie aus, aber sie kommt nicht. Ich stelle mir vor, dass sie nachher gar nicht kommt – wie schrecklich. Er hat keine Telefonnummer, keine Adresse, nichts. Ich frage die Stewardess, ob sie nicht jemanden bei der Airline haben, der spanisch spricht und ihm helfen kann. Sie will sich erkundigen, sagt, sie stellt den Mann dann hier erstmal ab, damit die Tochter ihn findet, wenn sie kommt. Na, das ist ja mal ne tolle Lösung. Mir tut der arme alte Mann da so alleine total leid und ich bringe es nicht übers Herz, zu gehen. Ich rede mit ihm, beruhige ihn und erkläre ihm, was passiert. Dass sie jemanden suchen, der spanisch spricht und für ihn übersetzt, dass seine Tochter sicher gleich kommt, etc. etc. und dann ist sie endlich wirklich da, die liebe Tochter. Puh! Sie stand im Stau – na da muss man ja auch nicht mal rechtzeitig losfahren… man ej! Naja – Ende gut, alles gut. Ich finde also mein PauschalPreisTaxi in die Stadt und komme im Bond Place Hotel an. Ist ein bisschen Motel One Style und es liegt mittendrin am Dundas Square.

Ich laufe durch die Gegend, aber schön ist irgendwie anders. Die Straße, die ich mir ausgesucht habe, ist wie 3km Steindamm in Hamburg. hm. Toronto – so hab ich mir Dich nicht vorgestellt. Nach einer Weile drehe ich um, laufe zurück und weiter in die andere Richtung. Immer noch in der gleichen Straße. Und stehe plötzlich vor Saks 5th Avenue, Gucchi & Co. Gibt es hier nur schwarz und weiß? Seltsam alles. Aber ich finde eine nette Restaurant-Bar-Bäckerei-Location (Sud Forno), um was zu essen und somit ist der Abend für mich erstmal gerettet. Morgen starten wir noch mal neu mein liebes Toronto.

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