The city that never sleeps

Freitag Morgen hieß es dann schon wieder goodbye-Sagen zu meinen Coffee-Shop Jungs und Mädels im Otha´s, die wirklich – neben dem wirklich leckeren Kaffee – auch noch so nett waren.

Ich hab dann die Subway von „meiner“ Haltestelle Marcy Avenue Richtung Canal Street genommen, die liegt zwischen Tribeca und Lower Manhattan. Von dort aus bin ich einfach mal die verschiedenen Stadtteile von Manhattan abgelaufen: Erst durch Nolita (North Little Italy), wo ich einen entzückenden Cupcake-Laden entdeckt habe (bin aber nicht reingegangen, warum steht weiter unten geschrieben) und dann auch einen Moment in der schönen alten Kirche St. Patrick´s Old Cathedral (nicht zu verwechseln mit St. Patrick´s an der 5th Avenue) saß und diesen für mich irgendwie beruhigenden Geruch von Kerzen und Kirche (was ist das wohl? Weihrauch?) in Verbindung mit der Ruhe, die in Kirchen immer herrscht, genossen habe.

Danach bin ich durch die bekannte Bleecker Street in Greenwich Village geschlendert, war zum ersten Mal in der Magnolia Bakery, vor der schon Carrie & Miranda von Sex and the City saßen (Season 3, Episode 5) – nein, habe auch hier keine Cupcakes gegessen – und bin dann zur HighLine im Meatpacking District weitergegangen – denn dort war ich auch noch nie. Was das ist, die HighLine? Eine ehemalige ca. 2km lange Güterzugtrasse, die als Park angelegt wurde und parallel zum Hudson River entlang eine grüne Oase (naja, mit ca. 100 Touristen pro Quadratmeter) bildet, quasi oberhalb der Stadt. Irgendwie wirklich ganz schön. Bis zur 16. Straße bin ich da oben lang geschlendert, um dann runter zu gehen zum Chelsea Market – einer Shoppingmall mit Food Court und viiiiiielen interessanten Läden in einer alten (?) Fabrikhalle und sehr stylisch alles.

Mein nächstes Ziel war die Ecke 9th Avenue/ 21. Straße in Chelsea. Billy´s Bakery. Dazu vorab eine kleine Backround-Story: Meine Werkstudentin Hannah hat mir zum Abschied vier 5$-Scheine geschenkt mit den vier besten Orten in NYC, um Carrot Cake zu essen. Ich liiiiiiiiebe Carrot Cake und ihre Idee war es, dass ich die Bäckereien nun teste. Also los. Billy´s Bakery ist die erste. Und er war MEGA lecker. Ich habe dem Typen in der Bakery die Geschichte erzählt und er fragte mich, was ich dem Carrot Cake von 0-10 für eine Bewertung geben würde. Ich sagte 9 – aber das liegt nur daran, dass es für mein Empfinden etwas zu viel Frostig oben drauf war. Der Teig an sich war echt saulecker 🙂 Da hat sich das Warten den Tag über gelohnt. Übrigens kauft wohl auch Angela Merkel Cupcakes dort – erst dachte ich, er mache Witze, aber es klang dann doch überzeugend. So oder so: DANKE HANNAH! Ich werde über die anderen drei berichten, wenn ich Ende November zurück in New York bin.

 

Von Chelsea aus, welche ja einfach mal ein super schöne Gegend ist, hab ich mich in die Subway nach Uptown (also in den Norden von Manhattan) gesetzt und auch wenn ich schon wirklich sehr lauf-müde war, wollte ich ja noch zur Radio City Music Hall, um für die X-mas Spectacular Show Tickets zu kaufen für Dezember, was dann auch erfolgreich war. Ich hab mich dann noch müder die 5th Avenue hochgeschleppt zum Apple Store, einfach nur deshalb, weil mein Handy so gut wie leer war und ich das Kabel für die mobile Ladebox natürlich „Zuhause“ hatte liegen lassen. Bin an vielen typischen New York Highlights einfach so vorbei gelaufen, denn das Gute ist: Ich bin ja bald wieder hier 🙂

Handy also aufladen und dann…. nee, ich konnte einfach nicht mehr weiterlaufen (einen Schrittzähler brauchte ich in den letzten Tagen nicht – es waren definitiv genügend) und hab mich dann mit einem Fahrrad-Taxi (nennt man die so?) zum Columbus Circle/ Broadway bringen lassen. 20 Dollar wollte der Typ dafür haben, ich fand aber 10 auch ok. Am Ende haben wir uns – natürlich schon vor der Fahrt – auf 12 geeinigt. Ich sollte echt im Einkauf anfangen 😉 Warum überhaupt zum Columbus Circle? Weil meine Airbnb-Vermieterin in dem riiiiesigen Gebäude 1900 Broadway arbeitet, in dem in erster Linie die Sesamstraße sitzt (da arbeitet sie leider nicht) und die aber vor allen Dingen im 44. Stock eine Dachterrasse haben, auf die ich eingeladen wurde, um den Blick zu genießen – und der war einzigartig. Der Blick über den Central Park und die Stadt – unglaublich toll.

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Auf dem Weg nach Hause bin ich noch ein paar Umwege durch Brooklyn gelaufen und habe diese Graffitis gefunden und wirklich nette „Werbung“ für kleine Läden auf den Fußgängerwegen…

Zuhause mal kurz die Füße hochgelegt, gepackt und dann wieder rein ins Leben nach Tribeca gefahren. Denn wie ich feststelle, habe ich offensichtlich mehrere Freunde, die sich auf der Comic Con Messe herumtreiben: Knut ist in der Stadt und ich durfte mit ihm und seinen Ami-Freunden mit zum Essen kommen, yay! Es ging ins angesagte Gunbae Tribeca, gab super leckeres Essen (asiatisch) und sehr nette Gespräche (ich bin mal alle Fragen losgeworden zum Thema Computerspiele und warum kauft man sich Figuren zum Sammeln und Hinstellen –> eine Antwort hatten die Experten aber auch irgendwie nicht) und dann – ja und dann. Der Kellner kam und sagte, wir können jetzt in den Keller gehen. Aha. Wir gehen also in den Keller. Dort sagt der Kellner, wir hätten Raum 2. Aha. Es ist alles dunkel, Raum 2 wird aufgeschlossen, wilde Lichtkonstellationen, weiße Lederbänke an der Wand, Tische in der Mitte. Aha. Bildschirme an den Wänden. Aha. Ich denke an das Buch „Argus“ von Jilliane Hoffman. Aber Knut war ja dabei. Knut kenne ich schon sehr lange. Knut ist mit einer langjährigen Freundin verheiratet. Knut hat 3 Kinder. Neulich auf meiner Party zu meinem 40. hab ich mit ihm mit freiem Oberkörper (er – nicht ich) dirty-dancing-Hebefiguren gemacht (naja, versucht. Naja, um ehrlich zu sein, kläglich gescheitert, aber hey) – kurzum: Ich vertraue Knut und fühlte mich von daher sicher. Neben den 3 Ami-Jungs und uns beiden kamen noch 6 Japaner mit rein. Aha. Und los ging es: Karaoke vom Feinsten – in allen Sprachen. Und es war wirklich lustig und hat total Spaß gemacht. 99 Luftballons wurden geschmettert und am Ende auch Bohemian Rhapsody – man wächst mit seinen Aufgaben. Oder einfach mit dem zweiten Gin Tonic.

Die Straßen waren schon so leer, dass das Taxi extrem günstig war. Zum Glück hatte ich schon gepackt. New York – the City that never sleeps. Ich dann schon.

 

 

 

 

 

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