New York, Baby!

Sonne, 27 Grad – und das im Oktober: New York gibt wirklich alles, um mir den Start leicht zu machen. Und das ist ehrlich gesagt auch gut so, denn als ich an meinem ersten Morgen hier aufwache, habe ich doch ein seltsam beklemmendes Gefühl. Alleine unterwegs, keinen Plan, keine To Dos, niemand der sagt, komm, wir machen jetzt dies und das. War kurz seltsam. Aber Sonne hilft und von daher bin ich nach einer kurzen Yoga-Session in meinem neuen Wohnzimmer losgegangen. Erstes Ziel: Coffee Shop. Und der Tip von Miz hat nicht zu viel versprochen: Der Otha´s Coffee Shop (Ecke Broadway/ Marcy Ave) ist nicht schön, dunkel und mega klein, aber der Kaffee kann was!

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Mein Weg treibt mich in die Bedford Ave, wohl der erste Anlaufpunkt für jeden, der noch nie in Williamsburg war, so wie ich. Ich laufe durch gefühlt einsame Wohngegenden (aber hey, wenn ich bei mir in Eppendorf vor die Tür gehe morgens um 10.30h in der Woche, ist da auch niemand) und unter U-Bahnen durch, über Highways rüber und komme an – und es ist toll. Es gibt ganz viel Brooklyn, wie ich es mir vorstelle (Backstein-Gebäude, Feuerleitern, Graffitis) auf der einen Seite und ganz viel USA auf der anderen (apple store, starbucks, wholefoods). Für mich eine gute Mischung. Nachdem ich dann den USA-Teil genutzt habe und mir eine neue Telefonkarte gekauft und bei Taifun im apple store war, der in Deutschland geboren wurde und sich so gefreut hat, Deutsch zu reden, dass er mir gleich einen Adapter, den ich brauchte, geschenkt hat, ging es weiter durch Brooklyn – und ich finde es toll.

 

Und es gibt wahnsinnig viele Vintage-Stores, einen davon fand ich ganz besonders schön:    Stone Flower (158 Bedford Ave, between 8th & 9th street) – falls Ihr mal hier seid, lohnt sich ein Besuch.

Der Himmel strahlte und die Sonne schien, es war ein Traumtag und mein Weg führte mich weiter in den East River State Park, wo viele Mütter mit ihren Babys im Schatten saßen, andere machten Picknick, viele Arbeiter von der Baustelle nebenan ihre Pause. Eine nette Mischung und – ein Wahnsinns-Blick auf East Village in Manhattan & die Williamsburg Bridge.

Alle Beklemmungen des Morgens waren verflogen und ich fühle so richtig die Freiheit und den Stolz, diese Reise alleine zu machen. Ein herrliches Gefühl. Und sich einfach treiben lassen zu können ohne etwas zu müssen. Ein Traum. Also bin ich spontan mit der East River Ferry gefahren, unter der Williamsburg Bridge, der Manhattan Bridge und der Brooklyn Bridge durch zum Pier 11/ Wall Street. Auf der Fähre habe ich Ivy und ihren Mann kennengelernt aus Montreal, die mir gleich ihre Karte gegeben hat, falls ich in Montreal irgendwie Hilfe bräuchte. Super nett!

Ein bisschen Manhattan-Luft schnuppern, lecker essen im westville (alles super frisch und sehr lecker zubereitet: westvillenyc.com; 110 wall st), einmal durch das Financial District schlendern und während sich alle um ein Foto mit dem Börsen-Bullen streiten (da gab es fast Schlägereien zwischen Japanern, Spaniern und Leuten, deren Sprache ich nicht kannte), habe ich das FEARLESS GIRL in Ruhe fotografiert, wie sie da steht und furchtlos dem Bullen in die Augen schaut.

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In all dem Trubel einen Moment Innehalten in der Trinity Church tat gut und ich hab natürlich – wie ich es immer und über all tue – eine Kerze angezündet für meine liebe Omi und unsere liebe Chrischi und all die anderen, die von oben auf uns schützend herab schauen.

Auf dem Rückweg durch Brooklyn bin ich noch an der Brooklyn Brewers vorbei und dem Tip gefolgt, auf jeden Fall die Roof Top Bar des Wythe Hotels zu Besuchen – leider gab es keinen freien Platz, aber der Ausblick auf Manhattan ist trotzdem toll gewesen.

Der Tag endete mit einem Treffen mit meiner ehemaligen ganz lieben Kollegin Amanda, die ich auf einem Führungs-Seminar kennengelernt habe und seit 5 Jahren nicht gesehen habe. Wir haben uns in einem herrlich typischen (und Geheimtip-verdächtigen) Diner getroffen und ich sag nur, wenn schon Diner, dann richtig: 70er Jahre Stil bis ins Detail, eine riesige Karte, leckeres Essen und Cheesecakes bis zum Abwinken – der krönende Abschluss eines tollen ersten New York-Tages.

 

 

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